Erst die Klarheit: Coaching ist keine Psychotherapie
Bevor wir uns mit deiner Identität auseinandersetzen, müssen wir uns über einige Dinge klar werden. Psychotherapie ist Heilkunde: die Behandlung von Störungen mit Krankheitswert, gebunden an Approbation und Berufsrecht. Coaching dagegen arbeitet mit psychisch gesunden Menschen an beruflichen und persönlichen Anliegen und Herausforderungen. Es ist keine Behandlung – und sollte im besten Fall auch nicht als solche beworben werden.
Das ist eine ethische wie rechtliche Grenze. Und hier gilt es, gerade in Kommunikation und Außendarstellung Klarheit walten zu lassen. Für die berufsrechtlichen Details sind deine Kammer und die Berufsverbände die richtige Adresse – dieser Text ersetzt keine berufsrechtliche Beratung.
Und noch etwas gehört zu den Grundlagen: Ich bin weder Berufsberater noch Coach. Ich werde dir nicht sagen, wohin du dich entwickeln sollst. Was ich dir aber sagen kann: Wenn du dich entscheidest, auch Leistungen im Bereich Coaching anzubieten, ist es für deine berufliche Identität unerlässlich, klar zu kommunizieren, wo du herkommst, wofür du stehst und was dein fachlicher Hintergrund ist. Genau das verleiht dir als Coach Relevanz – und führt dazu, dass sich die die richtigen Menschen für dich entscheiden: Einzelpersonen, Selbstzahler*innen und Unternehmen.